
Link zur Website der ArtCore Galerie
We’re excited to welcome Cansu Timur and Joost-Henrik Becker, two talented artists from Osnabrück, Germany who are with us in Derby for the second phase of Building Bridges, a creative exchange between our twin cities.
Artcore Galery, Derby (UK)
During their two-week residency at Artcore, they’re diving into Derby’s history, connecting with local artists, attending networking events and refelcting on the evolving dialogue between Derby and Osnabrück. […]
Joost is a multidisciplinary artist working with drawing, who brings together contrasting ideas inspired by history, fiction and philosophy. He’s also active in curation, education and community-based projects.
Seit nun mehr drei Jahren besteht das Austauschprogramm zwischen dem Kunstverein hase29 sowie der skulptur galerie in Osnabrück und der Artcore Galery in Derby. Ich hatte zuvor über die hase29 Künstler:innen aus Derby in Osnabrück betreut und die Familie Shaik, welche die Artcore Galery und ihre Tochterfirmen führt, sowie einige ihrer Mitarbeiter kennenlernen dürfen. Daher habe ich mich sehr über die Möglichkeit gefreut die Kunstszene in Derby näher kennen zu lernen und meine Arbeit gemeinsam mit Cansu Timur dort zu präsentieren.
Wir wurden mit einer Fülle an Eindrücken von der Stadt, dem Artcore Team und den Künstler:innen aus Derby und Umgebung begrüßt. Die Zeit schien wie im Flug und gleichzeitig in Zeitlupe zu vergehen. Täglich ergaben sich neue Gespräche, Ideen, Kontakte und Erlebnisse. Abends ließen wir gemeinsam mit der Familie Shaik, bei der wir freundlicherweise während des Aufenthalts wohnen durften, bei stetig wechselndem indsichen Essen und Chai die Erlebnisse noch einmal Revue passieren.
Die erste Woche stand ganz im Zeichen der Ideenfindung. Wir erkundeten die Stadt, besuchten Museen und Ausstellungseröffnungen oder Buchveröffentlichungen. Schnell festigte sich ein Bild davon, wie Derby sich präsentierte. Eine Stadt in der Kreativität ein essentieller Bestandteil der Stadtgeschichte ist: Eine Stadt der Erfindungen. Eine der ältesten, wenn nicht sogar die erste Fabrik der Welt wurde hier gebaut: Eine Seidenmühle, die auch eine Verbindung zur Partnerstadt Osnabrück spinnen sollte.


Photos: Neil Rowley
Die zweite Woche stand dann im Zeichen der Umsetzung. Wir hatten beide bereits Inspirationen gesammelt und setzten uns künstlerisch mit unterschiedlichen Aspekten der Beziehung von Derby und Osnabrück auseinander. Cansu fokussierte sich auf die industrielle Geschichte der beiden Städte im Bezug und verband die neu gewonnenen Informationen über die Seidenmühle in Derby mit geschichtlichen Elementen der Osnabrücker Textilindustrie in einer Mischung aus Collage und Malerei. Dabei kamen Tageszeitungen aus beiden Städten und Wolle aus Osnabrücker Herstellung zum Einsatz. Ich hatte mich relativ schnell auf die Suche nach einem passenden Symbol für die Verbindung der beiden Städte begeben und war intuitiv bei einem Leuchtturm gelandet. Als Leuchtfeuer und Trutzburg gegen Stürme erschien mir dieses Motiv wie dafür gemacht, um sowohl den Erfindergeist Derbys als auch die Friedens- und damit auch Hoffnungsbetonung Osnabrücks zu vereinen. Wie es der Zufall so wollte erfuhren wir im Gespräch mit einem weiteren lokalen Künstler im Verlauf des Aufenthalts von einem Leuchtfeuer mit erstaunlicher Ähnlichkeit zu einem Leuchtturm im Umland von Derby: Dem Crich Stand. Das Leuchtfeuer befindet sich in den Hügeln um den gleichnamigen Ort Crich und wurde als Soldatendenkmal errichtet. Das zufällige Auftauchen eines Leuchtturms fernab des Ozeans kurz nach meiner Ideenfindung bestärkte mich nur mehr in meinem Entschluss. Die Endergebnisse unserer Arbeit präsentierten wir gemeinsam als Abschluss unseres Aufenthalts für ein Wochenende in den Räumen der Artcore Galerie und machten uns nach einem letzten gemeinsamen Abendessen auf den Heimweg mit unseren Kunstwerken im Gepäck.





Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!